Auch die Sitzplatzschweine sind mit der bisherigen Performance unserer Mannschaft in dieser Saison keinesfalls zufrieden, ja sogar teilweise sehr irritiert und enttäuscht. Fußball ist unserer Ansicht nach ein Spiel, bei dem der Erfolg von einer Vielzahl von Variablen abhängig ist. Allein deshalb schließen sich für eine durchdachte, qualitätsvolle Veränderung alle Lösungen aus, die sich auf nur eine dieser Variablen beziehen. Genausowenig wie die in den letzten Monaten wahlweise zirkulierenden Aussagen: wir brauchen einen Neuner, wir sollten mit zwei Stürmern spielen, wir brauchen mehr Flexibilität in den Systemen, wir müssen höher attackieren, die Defensive stärken u.s.w. halten wir es auch jetzt nicht sinnvoll über genau eine zu setzende Maßnahme zu diskutieren. 

Punktuelle Forderungen der letzten Monate…

…wir brauchen einen Neuner

…wir sollten mit zwei Stürmern spielen

…wir brauchen mehr Flexibilität in den Systemen

…wir müssen höher attackieren

…wir müssen die Defensive stärken

…wir werfen den Trainer raus

etc.

Unser GF Sport genießt hohes Ansehen, die überwiegende Anzahl der Experten und Fans schreiben ihm hohe Kompetenz und Professionalität zu. Er wurde geholt um die Situation zu analysieren, die sportlichen Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung für die Entwicklung aller Teams zu übernehmen.

Warum sollte der GF Sport an einem Trainer festhalten, der die Erreichung der sportlichen Ziele gefährdet?

Schließlich ist ja auch seine Karriere und seine internationale Reputation vom Erfolg abhängig. Mannschaften die den Anspruch haben das Spiel zu gestalten, tun sich nach bedeutenden Veränderungen im Kader zu Saisonbeginn schwerer als Teams bei denen es nur wenige Veränderungen gab. Defensiv dicht zu stehen und auf die Konterchance zu warten ist einfacher zu trainieren und umzusetzen, als genau gegen diese Strategie erfolgreiche Lösungen auf den Platz zu bekommen. Die großen Umbrüche bei RB haben das in den letzten Jahren gezeigt, Austria, Sturm und wir zeigen das heuer. Bekomt man Stabilität in den Kader und in das Trainerteam, verzeichnet man nur wenige Abgänge in einem großen schlagkräftigen Kader, stellen sich die Erfolge ein.

  • Die Menge an Schlüsselspieler die  wir und auch die anderen o.a. Vereine abgegeben haben bzw.
  • die Anzahl der neu zu integrierenden Talente
  • kombiniert mit dem Anspruch dominant aufzutreten,
  • Automatismen ablaufen zu lassen
  • defensiv stehende Gegner an die Wand zu spielen und somit jedes Spiel zu gewinnen
  • ist möglicherweise in der jetzigen Situation noch unangebracht.

Aus unserer Sicht ist es deshalb sehr fragwürdig, ob uns ein Trainerwechsel aktuell helfen kann, rascher auf die Erfolgsspur zurückzukehren.

Ist das Erreichen von mehr Stabilität, die Entwicklung von Varianten, die Förderung der jungen Spieler und die jetzt wieder anstehende Integration der ehemals verletzten Spieler ins Mannschaftstraining und ins Spiel nicht eine Aufgabe die Zeit benötigt und vor allem Vertrauen und Zuversicht? Die kommenden Wochen werden zeigen wo unsere Mannschaft bei der Bewältigung dieser Herausforderungen steht. Wie wir diese Herausforderungen annehmen, wie viel Herzblut, Leidenschaft und Kampfgeist wir zeigen werden ist wichtigerer Faktor. Die notwendige Rotation wird vermutlich wieder zeigen, dass wir über keinen Kader verfügen, der jede Position mit gleicher Qualität ersetzen kann. Das wird möglicherweise wieder zu Spielsituationen und vielleicht auch zu Ergebnissen führen die wir uns nicht wünschen.

Wir sind überzeugt, dass vor allem in solchen Situationen dem SK Rapid und der Mannschaft mit unserer bedingungslosen Unterstützung besser gedient ist, als durch die alleinige Forderung den Trainer abzusetzen.

Geimsam. Kämpfen. Siegen